Sonntag, 5. Mai 2013

Mrs. Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner von Edward Kelsey Moore

Allgemein:
Gebunden mit Umschlag
448 Seiten
ISBN: 978-3-8090-2623-5
19,99 € [D]
Erschienen am 18.3.2013

Inhalt:
Wenn man fast vierzig Jahre miteinander befreundet ist, weiß man sehr viel über einander. Die drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean, auch „Supremes“ genannt, treffen sich jeden Sonntag in Earl’s Diner, wo sie dann mit ihren Ehemännern alten Zeiten nachtrauern. Besonders nach dem Big Earl, der Besitzer gestorben war.
Big Earl hat wunderbar auf die Mädchen aufgepasst und das schon seit dem er das Diner vor vierzig Jahren eröffnete. Und nach einer schönen Zeit kommen nun ein paar Probleme auf die drei Frauen zu. Wobei es damit anfängt, dass Odette ihre tote Mutter wiedersieht …

Ich denk über das Buch:
Ich habe das Buch auf der Buchmesse bekommen und konnte an diesem anderem, an dem für mich Neuem, etwas finden. Ein Roman über ein Diner und drei Frauen aus den Südstaaten, der sich mit der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Freundschaft, Liebe und Wahrheit beschäftigt.

Nachdem die ersten beiden Kapitel aus Odettes Sicht geschrieben wurden, wechselte es im 3. ohne irgendeine Ankündigung in Clarices Perspektive und danach auch in Barbara Jeans. Das ist vor allem am Anfang sehr verwirrend, weil man die drei Freundinnen noch nicht kennt und sie dadurch auch nicht einordnen kann. Dazu kommt noch, dass oft etwas aus der Vergangenheit erzählt wird, was im Bezug zu der derzeitigen Gegenwart steht. So hat man also 6 verschiedene Ansichten, weil jede etwas, über ihre Vergangenheit erzählt.

Ein weiterer anfänglich verwirrender Aspekt sind die vielen Namen, man wird damit bombardiert und es wird selten sofort erklärt, wer das ist und so muss man sich es erschließen. Das geht natürlich auch erst, wenn man mehr über diese Person erfährt, wenn man sich dann noch an den Namen erinnert. Nach einer Weile geht das dann aber auch, weil man die meisten Menschen einordnen kann und nicht mehr so viele dazu kommen.

Ich, die an einen Jugendbücherschreibstil gewöhnt ist, hatte anfängliche Schwierigkeiten in den Roman rein zu kommen, weil ich mich erst an diesen ‚schwereren‘ Schreibstil und an das Thema gewöhnen musste, weil mit fast 60 Jahre alten Frauen beschäftigt man sich nicht oft in YA. Doch dass sind auch nur Menschen, weswegen ich mich auch bald mit ihnen verbunden gefühlt habe.

Die Probleme, die die Frauen haben, sind nicht alle in der Zeitspanne des Buches entstanden, sondern bestanden schon vorher und/oder wurden von gegenwärtigen Erlebnissen wieder hochgerufen. Man erfährt also viel Leid, denn alle sind durch es geprägt.
Die kleinen Geschichten der Vergangenheit sind die, die einem, vor alle mir, die Personen näher bringen, denn es geht meist um die Zeit in der sie zusammengefunden haben, um ihre Teenagerzeit. Weswegen mir diese Teile immer besonders gefallen haben.

Alle drei Freundinnen muss man kennenlernen und sie haben alle offensichtliche Ecken, welche man vielleicht auch anfängt zu mögen. Und durch das besser kennenlernen ihrer Probleme, ihrer Selbst, fühlt man mit. Da hat mir mein Alter bzw. ihr Alter nicht im Wege gestanden. Mir wurde etwas erzählt, was auf vieles passt, etwas was mich mit der jeweiligen Person verbunden hat.

Fazit:
Es wird einem eine ideale Freundschaft vorgestellt und drum herum herrscht ein Sturm, der alles durcheinanderbringt, aber nicht Odette, Clarice und Barbara Jean, die alles füreinander tun würden. Nach anfänglichen Verwirrungen habe ich meinen Ausflug in die Welt der Erwachsenenromane sehr genossen. Von mir bekommt diese Geschichte 4 von 5 P wie Punkten.

Ein Dank geht an LIMES.

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