Dienstag, 14. Mai 2013

Die Zufallsmaschine von Sam Leith

Allgemein:
Gebunden mit Umschlag
352 Seiten
ISBN: 978-3-442-54697-8
16,99 € [D]
Erschienen 11. März 2013



Inhalt:
Alex fliegt von England nach Amerika, im Gepäck hat er einen Ring, denn er will seiner Freundin einen Heiratsantrag machen. Was er nicht bemerkt, ist, dass die Welt um ihn herum plötzlich verrückt spielt. So werden auch zwei Organisationen auf ihn aufmerksam, denn er hat wahrscheinlich das, was die Wahrscheinlichkeit außer Kraft setzt, die Zufallsmaschine. Die Organisationen sind dabei nicht wenig für diese Maschine von dem Mathematiker Nicolas Banacharski zutun, die Flugzeuge aus Schrottteilen zusammenbauen lässt.

Ich denke über das Buch:
Die Anfrage, die ich zu diesem Buch bekam, klang interessant, mit dem Zufall und der Maschine, die ihn außer Kraft setzt und all das. Also habe ich ein Buch erwartet was sich mit Wahrscheinlichkeit beschäftigt, und wie man sie wirkungslos macht, das habe ich leider nicht bekommen, wodurch mich auch das Ende enttäuschte, die Auflösung des ganzen Wirrwarrs des Buches.

Es fiel mir sehr schwer in dieses Buch rein zukommen und es gelang mir auch erst ganz am Ende, so ca. 50 Seiten vor dem Schluss, die Frage die mich dabei getrieben hat war, wie genau funktioniert es und was ist es eigentlich, aber wie schon erwähnt, von der Auflösung war ich persönlich nicht begeistert, aber erst mal die Gründe, weswegen es mir so schwer gefallen ist, in die Geschichte einzusteigen.
Es fängt wieder den Erwartungen nicht mit Alex an, wie man durch den Klappentext denkt, sondern der wird länger zu einer Nebensache. Wichtig sind die Organisationen und da versteht man natürlich erst mal nur Bahnhof. Es gibt nur viele unbekannte Namen und Bezeichnungen und muss zuerst rausfinden, worum es eigentlich geht, um wen oder was es geht.

Die Perspektiven wechseln ständig und werden leider nicht angekündigt und das ist bei mehr als 3 schon ein wenig nervig, weil man sich nicht so schnell immer wieder auf neue Situationen einstellen kann. Dazu kommt, dass man noch keine Ahnung von den Zusammenhängen hat und wieso es wichtig ist.

Ich vermute da war irgendwo ein Spannungsbogen, doch habe ich ihn nicht wirklich bemerkt, für mich ging es nur hin und her und ab und zu war es mal interessant, doch mitreißend fand ich es eigentlich nie, leider.
Was vielleicht auch ein wenig an dem Schreibstil liegt, der zwischenzeitlich von schwierigen Begriffen geprägt ist und dadurch auch nicht ganz einfach und flüssig zu lesen und zu verstehen ist.
Dann gab es auch immer wieder Wiederholungen, die ich vollkommen unnötig fand, sie haben mich dadurch nur gestört und mich nicht besser in das Buch bringen konnten.

Jetzt kommt es zu einem positiven Punkt, wahrscheinlich sogar zwei, denn mit der einen Protagonistin konnte ich mich recht gut anfreunden und für sie hat das Ganze auch gut geendet. Sie war zwar auch ein wenig verkorkst, aber das mochte ich wahrscheinlich. Der Autor ist gut auf sie eingegangen, hat sie erklärt, hat Dinge aus der Vergangenheit erzählt und Erinnerungen hochgerufen, hat sie einem verdeutlicht. Bei ihr und bei Alex hat Leith dies am intensivsten betrieben, die anderen kamen ein wenig zu kurz, wenn ich es mal so formulieren will.
Interessanter wurde es dann zum Ende hin, weil Alex ja seinen Antrag machen wollte und es sich auch so langsam auf ihn fokussierte.

Fazit:
Ich habe von diesem Buch wesentlich mehr Science-Fiction erwartet und keine verwirrenden Organisationen und Rückblenden, die lange Fragezeichen hinterlassen. Vor allem hätte ich gedacht, dass Alex, der auf dem Klappentext angepriesene Protagonist eine  etwas  größere Rolle spielt. Dies war also mein diesmal nicht sonderlich geglückter Abstecher in die Buchwelt der Erwachsenen. Von mir nur 2 von 5 P wie Punkten.

Ein Dank geht an Manhattan, für das Exemplar.

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