Donnerstag, 15. November 2012

Susanne Gerdom, ein Interview

Nach dem ich Æthermagie gelesen habe, haben sich mir ein paar Fragen gestellt. Diese beantwortet die Autorin, Susanne Gerdom hier und heute bei einem Interview.

Susanne Gerdom, 1958 geboren, ist am Niederrhein in Rheinhausen aufgewachsen, wo sie auch zur Schule ging. Nach einer Buchhandelslehre beschäftigte sie sich mit dem Theater und verbrachte einige Jahre als Schauspielerin und Regisseurin in Düsseldorf. Später begann sie, Fantasy und Science Fiction zu schreiben. Sie lebt und arbeitet seit 2008 wieder am linken Niederrhein.
www.susannegerdom.de Text und Bild von Ueberreuter

Wie ist Ihnen die Idee zu Æthermagie gekommen, was war der Auslöser?

Ich habe eine Leidenschaft für Romane des 19. Jahrhunderts. Und ich mag Steamfantasy, die ja in Deutschland bisher nur wenig Resonanz findet, was sicher daran liegt, dass sie den meisten zu "technisch" ist. Das finde ich auch, und deshalb hatte ich große Lust, mal etwas zu schreiben, das mit Technik so gut wie nichts zu tun hat, aber dennoch dieses "Steam-Gefühl" transportiert.
Und wie immer bei meinen Büchern waren da zuerst die Figuren - Kato und ein "Engeljunge", der den zweiten Band von Æthermagie als Protagonist tragen wird.

In dem Buch geht es um das Rätsel um die Ætherwesen. Wie kommt man auf solche Wesen?

Ich habe mich gefragt, welche Formen der Energiequellen es geben könnte, wenn man ein "magisches" Element einführt. Der Weg zu den Elementarkräften war dann nur noch kurz. Luft, Wasser, Feuer, Erde ... Æther.

Warum können nur manche sie sehen, z.B. Kato?

Nur die sogenannten "Sensitiven" sind in der Lage, Elementarwesen zu sehen. Das ist wie ein spezieller Sinn, den manche Menschen eben haben, die meisten aber nicht. 

Wieso beschreibt man die "Behandlungen" so genau? Die nehmen einen sehr mit.

Ja, die haben mich auch mitgenommen. Als ich entschieden habe, einen Teil der Geschichte in einem Irrenhaus spielen zu lassen, habe ich erstmal recherchiert. Wie haben Behandlungen zu der damaligen Zeit ausgesehen, was gab es überhaupt an Behandlungsmethoden usw. 
Ich habe alte Psychiatriezeitschriften im Netz gefunden und ich habe diese unglaubliche Methode der Lobotomie recherchiert, die ich ein paar Jahre "vorziehe" - das kam eigentlich erst später. Eine wirklich bestialische Methode, bei der Menschen im Gehirn "herumgerührt" wird und die viel, viel Leid verursacht hat.
Ich habe in diesen Passagen eher noch geschönt als übertrieben, weil ich ja keinen Horrorroman schreiben wollte. Aber wahrscheinlich ist das immer noch ganz schön starker Tobak.

Wann wird der nächste Teil erscheinen, da ja viele Fragen noch unbeantwortet sind?

Ich hoffe, dass 2014 der nächste Band erscheinen kann. Daumen drücken und meinen Verlag darauf hinweisen, dass man das weiterlesen will. ;-)))

Wieso lassen Sie es zwischendurch so hoffnungslos aussehen? Das treibt einen in eine leichte Verzweifelung.

Aber es muss doch auch mal schlimm werden, damit man nachher erleichtert aufatmen kann. Ich lasse aber nie eine meiner Figuren in ganz und gar hoffnungslosen Situationen im Stich. Dafür mag ich die einfach zu gerne. ;-) 

Wer ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen?

Moroni. Wer sonst. :-)))


Dankeschön, Susanne Gerdom, für das schöne Interview.

Die Rezension zu Æthermagie finden sie hier.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freu mich, wie alle, über Kommentare. Lob, Kritik, Fragen, was immer ihr wollt.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...