Freitag, 23. November 2012

Die linke Hand Gottes von Paul Hoffman



Allgemein:
Taschenbuch
480 Seiten
ISBN: 978-3-442-47237-6
8,99 € [D]
 
Inhalt:
Cale wächst, gemeinsam mit hunderten von anderen Jungen, in einem Kloster auf. Die Mönche des Erlöserordens, auch Kriegsmönchen genannt, bilden die Jungen zu brutalen effektiven Kriegern aus. Dabei wird jede kleine Untat auf härteste bestraft und nicht selten stirb jemand bei einer Übung oder wird mit dem Tod bestraft und als Exempel stationiert.
Nachdem Cale die Flucht gelingt, will er erst Mal davon laufen, doch seine Vergangenheit bleibt ihm auf den Fersen.

Ich denke über das Buch:
Die linke Hand Gottes ist der Beginn der Geschichte um Cale und seinen Freunden, sowie Feinden. Der zweite Teil, die letzten Gerechten, ist bereits erschienen, bald sollte auch der dritte Teil der Trilogie erscheinen. Der Autor war mit bis jetzt noch nie über den Weg gelaufen, aber ich kann ohne Bedenken den zweiten Teil lesen, wenn ich ihn habe.
Das Cover ist wieder eines, welches mich einlädt, mich mehr damit zu beschäftigen und da der Klappentext interessant klang, rutschte es in meine Wunschliste und schließlich landete es in meinen Händen.
Schon durch den Klappentext, kann man mit etwas grausamen rechnen, so wird man auch nicht überrascht wenn man über die Gewohnheiten der Mönche aufgeklärt wird. Dies macht es angenehmer zu lesen, da man darauf eingestellt ist.
Ich weiß nicht ob es einen Erlöserorden in der Vergangenheit gab, doch scheint es möglich. Der Glaube scheint bei viel tief zu sitzen. Doch Manchen ist es auch egal. Der schnelle Wechsel  von Meinungen scheint manchmal unlogisch, wie z. B. den Kindheitsglauben hinter sich zu lassen. Doch wie weit der Glaube geht, weiß man bei den Protagonisten gar nicht.
Die Idee, der Geschichte ist schwer zu beschreiben, ohne irgendwas zu verraten. Cale ist ein ca. 14 Jahre alter Junge, der gelernt hat, unter dem Regime der Mönche und besonders ihrem Kriegsmeister, zu überleben. Der Kriegsmeister hat solch ein Interesse an ihm, da Cale ein ausgesprochen gutes Gedächtnis und problemlösendes Denken besitzt.
Wenn man den Titel hört und den Klappentext liest, fragt man sich, wofür steht Die linke Hand Gottes, da es sich nicht aus den ersten Seiten ergibt.
Ich kann nur sagen, die Geschichte steht erst am Anfang.
Der Schreibstil selbst ist komplexer, als der den ich normaler Weise, aus meinen Büchern kenne. Es scheint einfach klarere Bilder formen zu wollen und dabei wird es schwere dem Text zu folgen. Hier muss man mitdenken und man kann nicht so einfach abschalten, man muss am Ball bleiben. Doch nach einer Weile, gewöhnt man sich, an die Art und Weise, der Beschreibung, der Geschichte.
Verwirrung stiften manche Zeitsprünge oder Erinnerungen, da diese einfach anfangen und man überlegen muss, ob dies jetzt oder Vergangenheit ist, weil es nicht immer klar ist.
Vor allem einem Mädchen, wie mir fällt es schwer sich in die Situation von Cale rein zudenken und mitzufühlen, die Grundbedingungen zwischen mir und Cale sind einfach zu groß. Er wächst auf dieser Ordensburg brutal auf und man selbst kennt nur das liebe, fröhliche Leben und auch nach der Flucht merkt man immer diesen Unterschied. Es kann also leider keine so eine enge Beziehung entstehen.
Ansonsten wird man von den Charakteren immer wieder überrascht, da diese sich auch erst in der neuen Welt zurechtfinden müssen.

Fazit:
Auf die linke Hand Gottes muss man sich einstellen, denn nur dann kann man daran gefallen finden, ansonsten ist manches zu stark, zu ausgeschmückt. Es ist zwar nicht wirklich Fantasy, aber ich würde es auf jeden fall High/Low Fantasy Lesern empfehlen. Von mir gute 3,5 von 5 Punkten.
 
Ein Dank geht an Goldmann, für das Rezensionsexemplar.

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