Freitag, 13. Dezember 2013

Boy Nobody von Allen Zadoff

Allgemein:
Ab 14 Jahren
Hardcover mit Umschlag
336 Seiten
ISBN: 978-3-8458-0005-9
16,99 € [D] kaufen
Erschienen am 3.9.2013
Inhalt:
Er hat keinen Namen, wenn er nicht arbeitet, er braucht keinen und sein altes Leben liegt weit hinter ihm. Wenn er einen Auftrag hat, heißt er zum Beispiel Benjamin, wie bei diesem.
Er hat so wenig Zeit, wie nie zuvor um das Vertrauen zu gewinnen und seinen Auftrag zu erledigen, doch er ist der beste und deswegen sollte das kein Problem sein. Etwas anderes als die Zeit scheint sich als Problem herauszustellen, das sein Gewissen bewegt.

Ich denke über das Buch:
Eigentlich dachte ich, das ist nicht so das Buch für mich, ich habe dann aber trotzdem reingelesen, ich weiß auch nicht mehr genau. Ich war überrascht, wie sehr mich es reingezogen hat, aber dazu gleich mehr.

Etwas was mir sofort aufgefallen ist, war der schöne, flüssige Schreibstil, wahrscheinlich auch der erste Grund, weswegen ich weiter gelesen habe. Der Autor schreibt deutlich und nicht gestelzt, sondern lässt es fließen. Was für mich als Nicht-Kapitelüberschriften-Leserin verwirrt hat, waren dass der Kapitel beginn, der Titel des jeweiligen Abschnitts war, aber nach einer gewissen Eingewöhnungsphase ging, dass dann auch und mein Fragezeichen hielt sich in Grenzen. Vorher hat mir der Anfang der Texte nämlich gefehlt.

Erst dachte ich, dass dieser Job für mich uninteressant ist, ich hatte nicht so eine Lust auf Killer, aber irgendwie hatte es gar nichts davon oder auf jeden Fall sehr wenig. Durch die Art des Erzählen fand ich diese Arbeit dann doch interessant, die Ausführung war interessant und der geschichtslose Junge zeigt auch eine Facette nach der anderen. Man schaut ihm, einem Menschen und keinem Psychopathen bei seiner unsauberen, die aber recht sauber ist, zu und findet es gar nicht so schlimm, auch wenn es schon ein wenig einseitig ist, weil er fast blind Aufträge ausführt.

Benjamin kann man nicht einfach beschreiben, da er sich für jeden Job neu erfindet, sich aber auch ansonsten viele Freiheiten lässt, damit mein ich, dass er sich an die Situation anpasst und entsprechend reagiert, so wie er es gelernt hat. Diese Züge verschwinden im Laufe des Buches langsam, aber seine Ausbildung dominiert immer. Dadurch hat man nur sehr wenige Augenblicke mit dem eigentlichen Jungen. Doch gehört dies mit zu der Geschichte.

Lange dachte ich, das ist ja echt vorhersehbar, doch an einem bestimmten Punkt, kommt es einfach ganz anders, als ich erwartet hatte. Denn es wird nicht mehr über die Fehlentscheidungen gesprochen, sondern einfach alles verändert sich und alles spielt zusammen, aber eben nicht wie erwartet.

Fazit:

Ein Buch, was mich mit seinem Thema überrascht hat, weil ich es auf eine andere Art und Weise erwartet hätte. Der Schreibstil nimmt einen auf leichte Weise mit und entführt in die dunkle, geheimnisvolle Welt von dem Boy Nobody. Von mir für ein für mich nicht vorhersehbares Ende 4 von 5 P wie Punkten.

Ein großen Dank an Blogg dein Buch und Bloomoon.

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