Freitag, 6. Januar 2012

4/5 Jasmyn

Jasmyn von Alex Bell
http://cover.lovelybooks.de.s3.amazonaws.com/9783862520053_hi.jpg

Allgemein:
Ab 15 Jahren
Hardcover
400 Seiten
ISBN: 978-3-86252-005-3
14,95 €

Inhalt:
Jasmyns Ehemann, Liam stirbt, vollkommen überraschend. Sie verbringt Monate in Trauer, doch es passieren komische Dinge, welche sie nicht einordnen kann. Sie versteht die Welt nicht mehr.  Angefangen hat es mit den schwarzen Schwänen auf der Beerdigung, 5 fielen auf das Grab. Die Familie ihres Mannes will nichts mehr mit ihr zutun haben, es wird bei ihr eingebrochen, ihr wird alles zu viel. Sie weiß nicht mehr was wahr und falsch ist und wer ihr Ehemann eigentlich war.

Ich denke über das Buch:
Das Buch wurde im Buchjournal empfohlen und hat mich es angesprochen. Es war mein erstes Buch von Alex Bell. Insgesamt ist es das erste Der Autorin was bisher in Deutsch erschienen ist. Es ist ein Einzelband, der auch sicher einer bleiben wird. Eingebunden sind viel Märchen, magische Geschichten.

Als erstes muss man den Prolog lesen und in ihm kann man eine Rezension finden oder eine Vorwarnung. Er fast das Thema perfekt zusammen. Im Prolog heißt es:

„Ein Buch wie dieses haben Sie noch nie gelesen. Ja, ich höre, dass Sie protestieren. Aber dennoch, ganz gleich, wie alt Sie sind, wie viele Bücher Sie schon gelesen und was Sie alles erlebt haben mögen: Diese Geschichte wird für sie etwas neues sein. Vielleicht verfolgt Sie sie später sogar noch eine Weile. Was mir nämlich passiert ist… nun, ich glaube nicht, dass sich so etwas jemals zuvor zugetragen hat.“

Das ist ein mutiges Vorwort, aber ich muss sagen. So etwas habe ich davor noch nie gelesen, es ist vollkommen realistisch aufgebaut, trotz der vielen phantastischer Elemente. Ich habe diesen Prolog auch im laufe des Lesens vergessen und erst im nach hinein ist mir aufgefallen das es stimmt.
Beim lesen selbst hat man das nicht richtig bemerkt.

Der Anfang ist traurig und deprimierend, aber ab und zu kommt ein Kommentar wie, „aber es kam noch schlimmer“ oder „ich hatte keine Ahnung“, das Buch wurde also so geschrieben als wäre das alles passiert, wie bei einer Biografie.
Weiter geht es in dem Prolog mit:

Haben Sie schon ein düsteres Märchen gelesen, das Sie noch eine ganze Zeit danach gefesselt hat? Eine Geschichte, die ohne jeden Zweifel nur ein Gespinst der Phantasie war, die aber dennoch ein Körnchen Wahrheit enthielt, das Sie quälte wie die Erbse unter der Matratze der Prinzessin? Märchen sin nicht in Stein gemeißelt, sie verwandeln sich ständig und wechseln ihre Gestalt. Gleichzeitig liegt ihnen immer eine wahre Begebenheit zugrunde, die sich irgendwann – auf die eine oder andere Art – wirklich zugetragen.

Auch diesem kann ich zustimmen. Es stimmt immer mehr mit der Realität überein.  Der Anfang ist ohne phantastische Elemente, diese kommen immer mehr und übernehmen irgendwann die Vorherrschaft in diesem Buch, aber insgesamt denkt man nicht daran, das es Fantasy ist.
Der vorletzte Abschnitt ist:

Und so ist es auch mit dieser Geschichte. Sie ist mit glänzenden Seidenbändern verziert, glitzert, funkelt und steckt voller feenhafter Magie. Und doch findet man in ihr Blut und Opfer und das Böse, denn sie ist ein echtes Märchen, nicht lediglich eine zuckersüße Imitation. Es geht um Liebe, Verlust, um Illusion, Schlösser, Hass, Verführung, Eispaläste, Abenteuer und Ritter.

Man merkt es und das Buch ist nicht für jeden was, denn es ist wirklich keine „zuckersüße Imitation“ es ist ernst, ein Märchen für Erwachsene, ein Märchen für große. Auch diese Themen kommen erst im Buch. Deswegen das:

Fangen sie nicht mit dem Buch an, außer Sie haben auch wirklich vor, es bis zum Ende durchzulesen.

Auch dem kann ich nur zustimmen, weil auflösen tut es sich erst am Ende, man denkt immer, das war es jetzt mit dem Rätseln, aber es kommt immer noch was dazu und so wird es immer kompliziert, komplexer.

Jasmyn ist ein Albino, das heißt sie sieht aus wie eine Schneeprinzessin, aber nicht für jeden, deswegen war ihr Liam so wichtig, durch ihn fühlte sie sich schön. Als sie später mit der magischen Welt zusammentrifft passt sie ins Bild, weil sie ist ja auch besonders ist. Sie stellt aber auch gegen die schwarzen Schwäne.Ein Kontrast auch zu dem schönen Cover.
Insgesamt war es düster und komplex und manchmal war es anstrengen zu lesen, doch man wollte wissen wie es ausgeht, wie es den schön enden kann. So bin ich zum Schluss durch die Überraschungen geflogen.

Den Prolog und dem Anfang findet ihr in der Leseprobe.

Fazit:
Eine Geschichte die immer spannender, immer größer und immer besser wird. 4 von 5 Punkten

Zitat:
Zu meiner Erleichterung erwähnte sie mit keinem Wort, dass ich ja leider alleine war. Und sie fragte auch weder, wie ich nun zurechtkam mit meinem Leben, noch, wie es mir ging. Sie sagte nicht, dass es ihr leidtue wegen Liam, oder sonst etwas von dem, was ich üblicherweise von anderen Leuten zu hören bekam. Die Leute meinten es natürlich nicht böse (…) musste sie es nicht extra aussprechen, was sie empfand. Ich wusste es ja. Jasmyn von Alex Bell, S. 78-79

Das ist finde ich ein echt wichtige aussage, weil manchmal ist so was echt nervig und das was ankommen soll kommt nicht mehr richtig an, wenn man jemand verliert will man nicht ewig weiter in Watte gepackt werden, sondern auch mal normal behandelt werden.

Danke an Rowohlt Polaris das sie mir diese Buch zu Verfügung gestellt haben.

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