Sonntag, 9. Juni 2013

Bitterzart von Gabrille Zevin

Allgemein:
Gebunden mit Umschlag
544 Seiten
ISBN: 978-3-8414-21300-2
16,99 € [D]

Inhalt:
Anya ist die Tochter eines toten Schokoladen-Mafia Bosses. Seit dem Tod ihres Vaters, den sie miterleben musste, hat sie sich aus dem Familiengeschäft zurückgezogen und sich auf ihre kleine Familie konzentriert. Die 16-Jährige befindet sich in einer Welt, in der Schokolade und Kaffee verboten sind und sie versucht so wenig wie möglich aufzufallen, denn ansonsten könnte es böse enden, für sie, für ihre kleine Schwester und den großen Bruder, der nach einem Unfall, Anfälle hat. Ganz entziehen kann sie sich dem Familienunternehmen aber nicht, vor allem durch das, was in der Stadt plötzlich passiert. Dazu kommt Win, der Sohn des Mannes, der fast Präsident ist und somit, sind diese beiden theoretisch Feinde.

Ich denke über das Buch:
Ich sag nur Schokolade! Ich liebe Schokolade, ich finde dieses Cover klasse und hoffe, dass Schokolade niemals verboten wird, ich würde untergehen, denn ich bin nicht nur nach Büchern süchtig, sondern auch nach Schokolade, was man meiner Figur aber, Gott sei Dank, noch nicht ansieht. Also ich wollte dieses Buch lesen, weil es sich mit etwas beschäftigt, was ich selber interessant finde und Shakespeer spielt natürlich auch eine Rolle.

Das Buch ist aus der Perspektive des Ichs geschrieben, dabei ist Anya das Ich. Durch diese Perspektive gelingt es der Autorin, einen Weg, immer hinter Anya zu stehen, denn das, was sie denkt, ist das was wir kennen und so scheint einem, vor allem ihre Reaktion am nachvollziehbarsten. Auch kann man durch diese Sicht eine gute Beziehung zur Protagonistin aufbauen, sich am besten in sie hineinversetzten. Für diese wortreiche Entwicklung der Protagonistin ist diese Perspektive sehr gut gewählt, denn dadurch erfährt man zwar nicht alles, kann sie aber besser verstehen.

Dies ist eine Geschichte aus dem Leben von Anya, es beschäftigt sich mit einem ihrer Lebensabschnitte, wobei es in dem nicht um einen zu besiegenden Feind, ein zu zerstörendes System geht, sondern um ihre Entwicklung, was sie aus ihrer Situation mach, was andere daraus machen. Es beschreibt einen Menschen, in einer Situation, in die nicht jeder kommen kann und die interessant ist. So fängt es auch hier normal an und dann fangen die Probleme an sich zu häufen. Und um die Lösung der Probleme geht es, die mitunter echt interessant sind und einem neue Einblicke verschaffen.

Der einfach und runde Schreibstil und die bindende Perspektive, machen es einem leicht, sehr schnell in dem Buch zu versinken und erst am Ende heraus zu kommen um auf den nächsten Band, Edelherb erscheint noch dieses Jahr im Herbst, zu warten.

Ich finde die Idee sehr interessant, manche Reaktionen auf z.B. Kaffee übertrieben, aber vielleicht kennt die Autorin ja jemanden, der so von dem Zeugs beeinflusst wird. Die Lust nach Schokolade kann ich da eher verstehen, auch wenn es bei mir keine psychische Reaktion gibt, aber vielleicht beinhaltete die Schokolade der Zeit noch etwas anderes. Schokoladenmafia, macht Lust auf Schokolade, was damit alles zusammen hängt, ist dann aber nicht so einfach. So finde ich es auch schade, dass man noch keinen Überblick bekommt, aber hoffentlich bald, da wurde schon so einiges angespielt.

Anya finde ich eigentlich sehr sympathisch, als ‚Heldin‘ ihrer Geschichte, als die, die versucht alles unter einen Hut zu bekommen. Doch finde ich schade, wie sie sich von ihrem Ziel abwendet, von Priorität, auch wenn sie vielleicht einfach mal etwas für sich selbst tun will. Das zeigt aber, dass sie nicht perfekt ist, sondern auch ihre Fehler hat, es bringt auch noch gleichzeitig ihre Entwicklung in Gang, die sie in die wahrscheinlich richtige Richtung lenkt, aber das weiß man noch nicht so genau. Bei ihrer Sturheit, die sie gerne an den Tag setzt, genauso wie ihre Fürsorge und Intelligenz bezieht sich vor allem auf Win, weil sie einfach nicht gut füreinander sind, weil die Einsicht fehlt, trotz gewisser Versprechen.
Wer übrigens ein bisschen Russisch kann, versteht hier vielleicht etwas schneller als die anderen, aber es ist auch recht klar.

Fazit:
Es ist also schön für zwischendurch und Schokoliebhaber. Eine flüssige Erzählung aus dem Leben der Anya Balachine. Eine Geschichte, die hoffentlich gut und ohne viel Sturheit weitergeht, ich freue mich auf Band 2. Von mir bekommt dieses Schokobuch 4 von 5 P wie Punkten.

Ein Dank geht an Fischer, für das tolle Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Ich will das Buch auch unbedingt lesen :)
    Tolle Rezi! :)

    Liebe Grüße
    Chrisi

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  2. Danke, habe aber nicht zu hohe Erwartungen, dann kannst du es mehr genießen ;)
    LG Bea :)

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  3. Bei dem Wort Schokolade hatte es mich ;) Ich muss das Buch unbedingt noch lesen

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    1. Dann ergeht es dir ja so ähnlich wie mir ;D

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Ich freu mich, wie alle, über Kommentare. Lob, Kritik, Fragen, was immer ihr wollt.

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