Montag, 17. Juni 2013

Escape von Jennifer Rush

Allgemein:
Ab 13 Jahren
Klappenbroschur
320 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7516-1
12.95 € [D]
Erschienen Frühling 2013


Inhalt:
Anna lebt alleine mit ihrem Vater in einem Haus, also fast alleine, im Keller befinden sich noch vier Jungs, die sie erforschen sollen für die ‚Sektion‘. Sie führen Tests mit ihnen durch und bringen ihnen verschiedene Dinge bei. Anna arbeitet noch nicht lange mit ihrem Vater zusammen, doch nachdem er sie, beim heimlichen Herunterschleichen erwischt hat, weiht er sie ein. Und trotzdem geht Anna oft jede Nacht zu Sam, Nick, Trev und Cas, denn sie hat einen Narren an Sam gefressen.
Annas Mutter ist Tod, auf jeden Fall lebt sie nicht mehr und Annas Erinnerungen setzten, genauso wie die der Jungs vor 5 Jahren ein und von davor gibt es nur verschwommene Bilder.

Ich denke über das Buch:
Als ich das Buch das erste Mal in der Verlagsvorschau gesehen habe, war ich mir nicht sicher, ob es mir gefallen könnte, also habe ich abgewartet, auf Rezensionen und Meinungen. Dadurch wurde ich davon überzeugt, es auch zu lesen. Also habe ich es mir zu meinem Geburtstag gegönnt und ich kann sagen, ich habe es nicht bereut.

Auch dieses Buch ist aus der Ich-Perspektive und ich liebe es noch immer, obwohl es natürlich davon abhängt, wie sehr man sich mit dem Protagonisten identifizieren kann oder ob man sich mit ihm wohlfühlt. Mir hat Anna sehr gefallen, weswegen mir diese Perspektive, die einen sehr mit dem ‚Ich‘ verbinden kann, sehr gelegen.

Auch hier fängt es langsam an, mit dem Alltag, mit der Ausgangsposition, was so viel bedeutet wie, man erfährt von den dauerhaften Gefühlen und Gedanken der Protagonistin, welche die sie jeden Tag beschäftigen und wie sich die Jungs und der Vater verhalten, was sie ausmacht. So gewöhnt man sich erst ein wenig an die Situation und kann sich dann besser auf den abrupten und spannenden Wandel einstellen und versteht diesen Einfacher. Die kleinen Erholungspausen tun nicht nur den Charakteren gut, sondern auch den Lesern, die einmal atmen können, bevor es wieder spannend wird. Und es wird zwar jede Menge herausgefunden, aber da ist noch genug für Band 2.

Ich habe es geliebt dieses Buch zu lesen, von der einen Szene in die nächste zu kommen, beschrieben mit diesem schönen, flüssigen Schreibstil, der dies zu einer leichten, wunderbaren Kost macht, was aber nicht heißt, dass das Thema einfach ist, es ist interessant und könnte wirklich sein. Also ihre Sprache ist angenehm und mitreißend, sodass man umso schneller durch das Buch ist.

Anna war mir sehr sympathisch, was wohl durch die Perspektive und die weitreichende Beschreibung zu erklären ist, vor allem daran, dass mir das gefallen hat, was sie getan hat, was sie gedacht hat, oder dass ich es nachvollziehen konnte. Es ist eine mutige Protagonistin, der man gerne zuschaut, wie sie wächst.
Auch die Jungs hatten alle einen Charakter, einen den man bis, weil recht gut kennenlernt und dadurch auch unter den vier Versuchsobjekten seinen Liebling finden kann, obwohl es mich in die gleiche Richtung wie Anna geschlagen hat, was aber auch nicht schwer ist.

Die Idee, die ganze Auflösung, die hinter dieser Geschichte steht, ist wahrscheinlich nicht ganz einfach, weswegen das Ganze wirklich beeindruckend ist und man einfach noch mehr erfahren will. Ich finde es auffallend, wie gut man sich in unserer Welt vorstellen kann und man fragt sich, gibt es das schon, machen die Politiker das schon. Aber auch wenn es so wirklich wirkt, kann man doch Abstand halten.

Fazit:

Ein sehr gelungener Auftakt und eine Geschichte, mit der ich mich gerne noch in dieser Form auseinandersetzen möchte. Ich freu mich auf die Weiterführung der Idee und der Entwicklung von Anna, Sam und den anderen. Ein wunderbarer Lesespaß für ein paar Stunden, den man nicht miesen sollte, von mir verdiente 5 von 5 P wie Punkten.

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