Samstag, 16. Februar 2013

Skulduggery Pleasant-Der Gentleman mit der Feuerhand von Derek Landy


Allgemein:
Hardcover mit Umschlag
344 Seiten
ISBN: 978-3-7855-5922-2
16,90 € [D]

Inhalt:
Nachdem Gordon Edgleys plötzlichen Tod, erbt seine Nichte, die junge Stefanie fast seinen ganzen Besitz, darunter auch ein Haus. Schon bei der Beerdigung und bei der Verlesung Testamens, traf sie auf den ein wenig komischen Skulduggery Pleasant, in Mantel und mit Schal, Hut, Sonnenbrille und einer „wilden Lockenmähe“, sie trifft ihn, während sie in eine Nacht in ihrem neuen Haus verbringt und überfallen wird. Sie wird bedroht und ihr wird klar, dass ihr Onkel nicht einfach so gestorben ist und außerdem das ihr Retter ein Skelett ist, die Vermummung hatte er nämlich beim Kampf verloren. Und schon ist Stefanie in eine ihr unbekannte Welt gerutscht und nichts wird sie davon abhalten, den Tod des Onkels zu verstehen und zu rächen.

Ich denke über das Buch:
Dieses Buch wollte ich schon sehr lange lesen, aber es passt nicht wirklich in meine normale Leserichtung, es ist recht ungewöhnlich mit einem Skelett als Protagonist. Deswegen stand es nie so hoch auf der Wunschliste und jemand der keine Ahnung hat, verschenkt in der Regel kein Buch mit Skelett drauf. Ein Grund, der kein wirklicher ist, warum es nicht in mein Regal gekommen ist, aber so ein Wanderbuch ist dann schon eine tolle Sache, ich bedanke mich an dieser Stelle auch für die Aktion bei den drei Bookjunkies.

Was schön ist, ist das dieses Buch in sich geschlossen ist, die Handlung, mit der es angefangen hat, wird beendet und man will die beiden Protagonisten gerne noch weiterbegleiten, aber man könnte nach Teil 1 auch einfach aufhören, ohne von vielen Fragen geplagt zu werden. Etwas wird aber angesprochen, welches sich wahrscheinlich noch über die nächsten Bücher zieht.

Man verbringt viel Zeit in Stefanie, auch wenn dies nicht „ich“ ist, man erfährt ihre Gedanken und was sie sieht, hört oder sonst wahrnimmt. Dadurch entsteht nicht nur eine Verbindung zu einer Person, sondern bei Wechseln auch zu anderen, hier z.B. noch Skulduggery. Durch diese Perspektive empfindet man Mittunter genauso, wie der gerade erzählende, man mag den einen, weil die Person diese auch mag. Bei Wechseln kommt es dann aber auch vor, dass man mehr weiß als die anderen.

Ab und zu gibt es immer wieder witzige Unterhaltung zwischen Skulduggery und Stefanie, sie ziehen sich gegenseitig auf, was das Gefühl vermittelt, dass die beiden sich vertraut sind. Insgesamt ist die Geschichte mit viel Witz gestaltet, auch mit so manchem Klischee. Aber so wird man nicht von der bestehenden Spannung erdrückt, sondern es macht es einfacher mit ihr umzugehen.  Das heißt auch, dass der Schreibstil leicht und angenehm ist und dass einem trotz des Witzes, immer noch die Tragweite der Situation bewusst ist.

Stefanie muss sich erst mal in die neue Welt einfügen und gucken, wo den ihr Platz ist, was gar nicht so einfach ist, aber sie weiß, was sie will. Das ist auch etwas, was sie Elter erscheinen lässt, als sie ist. Ich freue mich schon darauf, sie in den nächsten Bänden besser kennenzulernen. Skulduggery ist insgesamt Fassentenreicher und hier wurde nur ein Teil von ihm dargestellt, einer der sympathisch wirkt. Aber man kann ihn trotzdem schon verstehen, er hat sein, nicht von vorne rein bekanntes Ziel, immer vor Augen. Was im nächsten Teil sein Ziel wird, das ist die Frage, obwohl die beiden wohl erst mal Detektivarbeit erledigen werden.

Man lernt die magische Welt nach und nach kennen und fängt an sie zu verstehen, die Politik, die Intrigen, die es überall gibt. Eine Welt, in der man als Stefanie einen Platz finden will, aber nicht weiß, weil alle noch vollkommen unbekannt ist. Man bekommt viel erzählt, doch verstehen tut man noch nicht alles, weil es nicht wenig ist. Trotzdem übermittelt der Autor zum Schluss das Gefühl, vieles verstanden zu haben.

Man beschäftigt sich mit Freundschaft, Wille, Hoffnung und Vertrauen, doch eine richtige Message kommt bei mir leider nicht an. Es ist Zeitlos, weil es keins der großen Probleme und Ideen behandelt, sondern nur das menschliche Zusammenarbeiten, das finde ich schade. Auch wenn ich in letzter  Zeit vielleicht zu viele Dystopien, mit zu vielen Idealen und verschiedenen Problemen, gelesen habe. Es wird nicht versucht ein großes Problem der Gesellschaft zu lösen, sondern mehr den eigenen Weg zu finden, aber das kann ich noch nicht wirklich beurteilen, erst nach den nächsten Bänden.

Fazit:
Der Gentleman mit der Feuerhand ist ein gelungener Einstieg in eine Geschichte mit Witz. Mit sehr angenehmen Protagonisten und doch ein paar unbeantworteten Fragen, allen voran: Wie wird es weiter gehen? Ein Grund Band 2 zu lesen, doch Dank einem runden Abschluss kann man es in Ruhe angehen. Der lockere Schreibstil und die schöne Erzählerperspektive erleichtern das Lesen und lassen einen sehr viel Spaß haben. Einmal hat mir etwas gefehlt, was ich noch nicht ganz benennen kann, und damit es noch Raum nach oben gibt gebe ich 4 von 5 P wie Punkten.

Kommentare:

  1. Hört sich doch sehr gut an. :) Ich schleiche immer wieder um das Buch herum, aber irgendwie nehme ich es doch nie mit. ^^ Ich weiß auch nicht, ich habe irgendwie immer so das Gefühl, dass es sich um ein Kinderbuch handelt.

    Liebe Grüße
    Luna

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    1. Also Stefanie ist 12, also ab dem Alter würde ich es empfehlen, aber wie du siehst hat es auch noch mich gut unterhalten.Es gibt keine Liebesgeschichte, wie sonst so oft, aber ansonsten ist sie wie jede andere, also mehr oder weniger ;)
      Liebe Grüße
      BEA

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  2. Huhu,
    ich lese das Buch gerade. Bis jetzt finde ich es auch gut und witzig.
    LG Chia
    http://chiasbuecherecke.blogspot.co.at/

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