Samstag, 23. Februar 2013

Das Haus am Abgrund von Susanne Gerdom


Allgemein:
ab 14 Jahren
Klappenbroschür
400 Seiten
ISBN: 978-3-7607-8666-7
14,99 € [D]
Erschienen 5.2.2013

Inhalt:
Adrian wohnt noch nicht lange im Kutscherhaus bei Heathcote Manor, einem Haus, in dem keiner mehr lebt. Doch scheint es Adrian anzuziehen, was nicht wie seine Halluzinationen auf seinen unheilbaren Tumor im Kopf zutun hat.
Dann ist da noch November, der Adrian über den Weg läuft, die auch etwas mit dem auch sogenannten Geisterhaus zu tun hat.

Ich denke über das Buch:
Dieses Buch hat mir die liebe Autorin zukommen lassen, über diese Überraschung habe ich mich sehr gefreut. Es ist ja auch superschön gemacht und wird ein Hingucker im Regal. Auch die Story klingt nicht schlecht, aber lest selbst. Also hier nochmal ein liebes Dankeschön.

Es gibt im Buch drei verschiedene Perspektiven, wobei eine davon in der Vergangenheit spielt. Ein groß Teil wird uns aus Adrians Schicht beschrieben, vieles aber auch aus Novembers. Dazu kommen Tagebucheinträge von einer November der Vergangenheit. Da auch Adrian einen Kontakt zur Vergangenheit hat, wodurch zwei Handlungsstränge bilden, die ohne einander nicht können, da sie vollkommen ineinander verwoben sind.

Adrian sieht Gestalten, die andere nicht sehen, das hängt mit seinem Tumor zusammen, denn die anderen sehen die Gestalten nicht. Sie sind mittlerweile schon ein Teil seines Lebens geworden, das heißt, sie haben auch eine Macht ihn zu beeinflussen. Diese ganze Verrücktheit ist erst mal nicht so einfach zu akzeptieren und ich habe eine Weile gebraucht, um mich an ihn zu gewöhnen. Man findet es abstoßend, auch wenn der Rest auch sympathisch ist.
November, die erst nicht und auch nicht wirklich später weiß, auf welche Weise Adrian verrückt ist, aber sie akzeptiert es und macht es einem Selbst auch viel leichter dies zu tun. Sie selbst ist nicht immer ganz nachvollziehbar, was wahrscheinlich mit einer lange unbekannten Beeinflussung zutun hat. Doch im Gesamten kann man einfach Parallelen zu ihr ziehen, wie auch später zu Adrian.

Man wird sehr lange im Unklaren gelassen, was den genau passiert, wieso es passiert. Es ist kompliziert und die beiden Protagonisten haben selbst auch keine Ahnung. Dieses ganze im Dunklen tappen ist mitunter echt anstrengend, weil sich vieles dadurch hingezogen hat und weil man vieles durch die Unwissenheit nicht verstehen kann. Ich hoffe oder besser gesagt, ich denke, dass ich beim erneuten Lesen, mehr Spaß daran haben werde.

Der Schreibstil ist angenehm und macht einem auch unheimlich viel Spaß, doch hat die Autorin die Angewohnheit, jede Menge Andeutungen zu machen, doch die dadurch entstandenen Fragen, dann bis zum Schluss offen zu lassen. Auch hat Susanne ein Talent für Geistergeschichten und verworrene Storys.

Der Rahmen der ganzen Handlung ist wunderbar gewählt, auch die Charaktere, die hinter den Protagonisten stehen sind interessant, gut gewählt. Manche von ihnen, auch von den Halluzinationen bekommt mein ein recht gutes Bild. Was das Ganze facettenreicher macht.

Fazit:
Ein Buch mit zwei, im Endeffekt tollen Protagonisten, einem komplexen Geschehen und einer spannenden Entwicklung. Von mir bekommt Das Haus am Abgrund verdiente 4 von 5 P wie Punkten.

1 Kommentar:

  1. hi! ttolle rezi! bin gleich mal leserin geworden und würd mich freuen, wenn du bei mir auch mal vorbei schaust!

    lg

    sharonsbuecher.blogspot.com

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