Gebunden mit Umschlag
448 Seiten
ISBN: 978-3-8090-2623-5
19,99 € [D]
Erschienen am 18.3.2013
Wenn man fast vierzig Jahre miteinander befreundet ist,
weiß man sehr viel über einander. Die drei Freundinnen Odette, Clarice und
Barbara Jean, auch „Supremes“ genannt, treffen sich jeden Sonntag in Earl’s
Diner, wo sie dann mit ihren Ehemännern alten Zeiten nachtrauern. Besonders
nach dem Big Earl, der Besitzer gestorben war.
Big Earl hat wunderbar auf die Mädchen aufgepasst und das
schon seit dem er das Diner vor vierzig Jahren eröffnete. Und nach einer
schönen Zeit kommen nun ein paar Probleme auf die drei Frauen zu. Wobei es
damit anfängt, dass Odette ihre tote Mutter wiedersieht …
Ich denk über das Buch:
Ich habe das Buch auf der Buchmesse bekommen und konnte
an diesem anderem, an dem für mich Neuem, etwas finden. Ein Roman über ein
Diner und drei Frauen aus den Südstaaten, der sich mit der Auseinandersetzung
mit der Vergangenheit, Freundschaft, Liebe und Wahrheit beschäftigt.
Nachdem die ersten beiden Kapitel aus Odettes Sicht
geschrieben wurden, wechselte es im 3. ohne irgendeine Ankündigung in Clarices
Perspektive und danach auch in Barbara Jeans. Das ist vor allem am Anfang sehr
verwirrend, weil man die drei Freundinnen noch nicht kennt und sie dadurch auch
nicht einordnen kann. Dazu kommt noch, dass oft etwas aus der Vergangenheit
erzählt wird, was im Bezug zu der derzeitigen Gegenwart steht. So hat man also
6 verschiedene Ansichten, weil jede etwas, über ihre Vergangenheit erzählt.
Ein weiterer anfänglich verwirrender Aspekt sind die
vielen Namen, man wird damit bombardiert und es wird selten sofort erklärt, wer
das ist und so muss man sich es erschließen. Das geht natürlich auch erst, wenn
man mehr über diese Person erfährt, wenn man sich dann noch an den Namen
erinnert. Nach einer Weile geht das dann aber auch, weil man die meisten
Menschen einordnen kann und nicht mehr so viele dazu kommen.
Ich, die an einen Jugendbücherschreibstil gewöhnt ist,
hatte anfängliche Schwierigkeiten in den Roman rein zu kommen, weil ich mich
erst an diesen ‚schwereren‘ Schreibstil und an das Thema gewöhnen musste, weil
mit fast 60 Jahre alten Frauen beschäftigt man sich nicht oft in YA. Doch dass
sind auch nur Menschen, weswegen ich mich auch bald mit ihnen verbunden gefühlt
habe.
Die Probleme, die die Frauen haben, sind nicht alle in
der Zeitspanne des Buches entstanden, sondern bestanden schon vorher und/oder
wurden von gegenwärtigen Erlebnissen wieder hochgerufen. Man erfährt also viel
Leid, denn alle sind durch es geprägt.
Die kleinen Geschichten der Vergangenheit sind die, die
einem, vor alle mir, die Personen näher bringen, denn es geht meist um die Zeit
in der sie zusammengefunden haben, um ihre Teenagerzeit. Weswegen mir diese
Teile immer besonders gefallen haben.
Alle drei Freundinnen muss man kennenlernen und sie haben
alle offensichtliche Ecken, welche man vielleicht auch anfängt zu mögen. Und
durch das besser kennenlernen ihrer Probleme, ihrer Selbst, fühlt man mit. Da
hat mir mein Alter bzw. ihr Alter nicht im Wege gestanden. Mir wurde etwas
erzählt, was auf vieles passt, etwas was mich mit der jeweiligen Person
verbunden hat.
Fazit:
Es wird einem eine ideale Freundschaft vorgestellt und
drum herum herrscht ein Sturm, der alles durcheinanderbringt, aber nicht
Odette, Clarice und Barbara Jean, die alles füreinander tun würden. Nach
anfänglichen Verwirrungen habe ich meinen Ausflug in die Welt der
Erwachsenenromane sehr genossen. Von mir bekommt diese Geschichte 4 von 5 P wie
Punkten.
Ein Dank geht an LIMES.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich freu mich, wie alle, über Kommentare. Lob, Kritik, Fragen, was immer ihr wollt.