Hardcover mit Umschlag
344 Seiten
ISBN: 978-3-7855-5922-2
16,90 € [D]
Inhalt:
Nachdem Gordon Edgleys plötzlichen Tod, erbt seine
Nichte, die junge Stefanie fast seinen ganzen Besitz, darunter auch ein Haus.
Schon bei der Beerdigung und bei der Verlesung Testamens, traf sie auf den ein
wenig komischen Skulduggery Pleasant, in Mantel und mit Schal, Hut,
Sonnenbrille und einer „wilden Lockenmähe“, sie trifft ihn, während sie in eine
Nacht in ihrem neuen Haus verbringt und überfallen wird. Sie wird bedroht und
ihr wird klar, dass ihr Onkel nicht einfach so gestorben ist und außerdem das
ihr Retter ein Skelett ist, die Vermummung hatte er nämlich beim Kampf
verloren. Und schon ist Stefanie in eine ihr unbekannte Welt gerutscht und
nichts wird sie davon abhalten, den Tod des Onkels zu verstehen und zu rächen.
Ich denke über das Buch:
Dieses Buch wollte ich schon sehr lange lesen, aber es
passt nicht wirklich in meine normale Leserichtung, es ist recht ungewöhnlich
mit einem Skelett als Protagonist. Deswegen stand es nie so hoch auf der
Wunschliste und jemand der keine Ahnung hat, verschenkt in der Regel kein Buch
mit Skelett drauf. Ein Grund, der kein wirklicher ist, warum es nicht in mein
Regal gekommen ist, aber so ein Wanderbuch ist dann schon eine tolle Sache, ich
bedanke mich an dieser Stelle auch für die Aktion bei den drei Bookjunkies.
Was schön ist, ist das dieses Buch in sich geschlossen
ist, die Handlung, mit der es angefangen hat, wird beendet und man will die
beiden Protagonisten gerne noch weiterbegleiten, aber man könnte nach Teil 1
auch einfach aufhören, ohne von vielen Fragen geplagt zu werden. Etwas wird
aber angesprochen, welches sich wahrscheinlich noch über die nächsten Bücher
zieht.
Man verbringt viel Zeit in Stefanie, auch wenn dies nicht
„ich“ ist, man erfährt ihre Gedanken und was sie sieht, hört oder sonst
wahrnimmt. Dadurch entsteht nicht nur eine Verbindung zu einer Person, sondern
bei Wechseln auch zu anderen, hier z.B. noch Skulduggery. Durch diese
Perspektive empfindet man Mittunter genauso, wie der gerade erzählende, man mag
den einen, weil die Person diese auch mag. Bei Wechseln kommt es dann aber auch
vor, dass man mehr weiß als die anderen.
Ab und zu gibt es immer wieder witzige Unterhaltung
zwischen Skulduggery und Stefanie, sie ziehen sich gegenseitig auf, was das
Gefühl vermittelt, dass die beiden sich vertraut sind. Insgesamt ist die
Geschichte mit viel Witz gestaltet, auch mit so manchem Klischee. Aber so wird
man nicht von der bestehenden Spannung erdrückt, sondern es macht es einfacher
mit ihr umzugehen. Das heißt auch, dass
der Schreibstil leicht und angenehm ist und dass einem trotz des Witzes, immer
noch die Tragweite der Situation bewusst ist.
Stefanie muss sich erst mal in die neue Welt einfügen und
gucken, wo den ihr Platz ist, was gar nicht so einfach ist, aber sie weiß, was
sie will. Das ist auch etwas, was sie Elter erscheinen lässt, als sie ist. Ich
freue mich schon darauf, sie in den nächsten Bänden besser kennenzulernen.
Skulduggery ist insgesamt Fassentenreicher und hier wurde nur ein Teil von ihm
dargestellt, einer der sympathisch wirkt. Aber man kann ihn trotzdem schon
verstehen, er hat sein, nicht von vorne rein bekanntes Ziel, immer vor Augen.
Was im nächsten Teil sein Ziel wird, das ist die Frage, obwohl die beiden wohl
erst mal Detektivarbeit erledigen werden.
Man lernt die magische Welt nach und nach kennen und
fängt an sie zu verstehen, die Politik, die Intrigen, die es überall gibt. Eine
Welt, in der man als Stefanie einen Platz finden will, aber nicht weiß, weil
alle noch vollkommen unbekannt ist. Man bekommt viel erzählt, doch verstehen
tut man noch nicht alles, weil es nicht wenig ist. Trotzdem übermittelt der
Autor zum Schluss das Gefühl, vieles verstanden zu haben.
Man beschäftigt sich mit Freundschaft, Wille, Hoffnung
und Vertrauen, doch eine richtige Message kommt bei mir leider nicht an. Es ist
Zeitlos, weil es keins der großen Probleme und Ideen behandelt, sondern nur das
menschliche Zusammenarbeiten, das finde ich schade. Auch wenn ich in letzter Zeit vielleicht zu viele Dystopien, mit zu vielen
Idealen und verschiedenen Problemen, gelesen habe. Es wird nicht versucht ein
großes Problem der Gesellschaft zu lösen, sondern mehr den eigenen Weg zu
finden, aber das kann ich noch nicht wirklich beurteilen, erst nach den
nächsten Bänden.
Fazit:
Der Gentleman mit der Feuerhand ist ein gelungener
Einstieg in eine Geschichte mit Witz. Mit sehr angenehmen Protagonisten und
doch ein paar unbeantworteten Fragen, allen voran: Wie wird es weiter gehen?
Ein Grund Band 2 zu lesen, doch Dank einem runden Abschluss kann man es in Ruhe
angehen. Der lockere Schreibstil und die schöne Erzählerperspektive
erleichtern das Lesen und lassen einen sehr viel Spaß haben. Einmal hat mir
etwas gefehlt, was ich noch nicht ganz benennen kann, und damit es noch Raum
nach oben gibt gebe ich 4 von 5 P wie Punkten.
Hört sich doch sehr gut an. :) Ich schleiche immer wieder um das Buch herum, aber irgendwie nehme ich es doch nie mit. ^^ Ich weiß auch nicht, ich habe irgendwie immer so das Gefühl, dass es sich um ein Kinderbuch handelt.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Luna
Also Stefanie ist 12, also ab dem Alter würde ich es empfehlen, aber wie du siehst hat es auch noch mich gut unterhalten.Es gibt keine Liebesgeschichte, wie sonst so oft, aber ansonsten ist sie wie jede andere, also mehr oder weniger ;)
LöschenLiebe Grüße
BEA
Huhu,
AntwortenLöschenich lese das Buch gerade. Bis jetzt finde ich es auch gut und witzig.
LG Chia
http://chiasbuecherecke.blogspot.co.at/