Klappenbroschür
608 Seiten
ISBN: 978-3-4265-1009-4
14,99 € [D]
Erschienen am 01.03.2012
Inhalt:
Ferin leidet schon lange unter ihrem Aussehen und freut
sich unglaublich auf ihre Maskierung, den Tag, an dem sie endlich aussehen wird,
wie alle andere, nach dem sie sich endlich frei bewegen kann, weil dann ihre
für ihre Rasse typischen Gesichtsmale überdeckt werden. Doch schon nach einem
Tag wird ihre neue Freiheit zerstört, ihre Maske zerfällt ohne ersichtlichen
Grund. Und sie flieht mit einer Rebellin und lernt in einem Dorf mitten im Dschungel,
was die Masken wirklich bedeuteten und wie weit es so gekommen ist.
Ich denke über das Buch:
Masken ist so ein Buch, von dem ich vorher nicht viel
wusste, also ich hatte keine Massen von Rezensionen gelesen, ich wusste nur, dass
es gut ist und dass es mich anspricht. So konnte ich also nicht widerstehen,
als ich als ME in einer Buchhandlung sah. Und ich kann sagen ich habe es nicht
bereut.
Das war wieder so ein Buch was ich angefangen habe und
nicht mehr aufhören konnte, bis ich es beendet habe. Farins Geschichte hatte
mich von Anfang an im Griff und hat bis zum Schluss nicht losgelassen. Es geht
ums Akzeptieren von sich selbst, so wie man ist, dass man so richtig ist.
Durch den einfachen, aber aussagekräftigen Schreibstil
beschreibt Mara Lang die Verwandlung Ferins aus der ‚Sie‘-Perspektive mit ihren
Gedanken und Gefühlen.
Man wird nicht ganz langsam an das Geschehen herangeführt,
an die Gesellschaft, denn es fängt mit dem Tag der Maske, dem Tag dem Farin
ihre Maske bekommt an. Diese Übergabe ist der Kern der Gesellschaft und erklärt
sich erst nach einer Zeit. Doch alles wird nach und nach erklärt, durch
Rückblicke Farins oder Geschichten und Erfahrungen der Rebellen. So bekommt man
auch nach und nach einen besseren Überblick.
Auch wenn man Ferin von außen betrachtet, so ist man in
ihr drin und erlebt die dinge, so wie sie es tut und man bekommt ihre Gedanken
und Gefühle mit, was der Geschichte Persönlichkeit
verleiht. Auch kann man sich durch die Ausführung ihrer Probleme, ihres Seins,
mit ihr mitfühlen, sich mit ihr verbinden. Mit ihr lernt man dann auch, die
anderen Charaktere zu lieben, man bemerkt aber auch mehr als sie, weil man
immer noch außen ist und sich besser an Einzelheiten erinnern kann und nicht ausblendet.
Es gibt nicht nur eine Person die einen Partner findet,
sondern gleich mehrere, wobei es kein großes Drama drum herum gibt, sondern es
passiert langsam und muss auch erst wie alles angenommen und akzeptiert werden.
Das macht es schön zu lesen, man wird nicht einfach reingeschmissen und muss es
akzeptieren, sondern man wird dem angenähert und merkt erst im Nachhinein, was
passiert ist.
Ich habe gerade immer eine Vermischung von Breathe und
Masken im Kopf, zwei Geschichten, wobei die eine in einer Fantasiewelt mit
fantastischen Elementen spielt, die sich ein wenig ähneln, die ich nah
nacheinander gelesen habe. Im einen gibt es den Sauerstoff und hier muss jeder
einen Schönheitsstandard erfüllen, wobei es sich um zwei Rassen handelt, welche
sich vor allem durch das Aussehen unterscheiden. Doch kommt in beiden
Geschichten ein Mädchen, nicht ganz freiwillig zu den Rebellen und geht von da
aus auch wieder zurück. Doch gibt es in Masken mehr Inhalt, mehr was passiert,
mehr Veränderung und Fortschritt.
Fazit:
Eins der Bücher, wo man nicht aufhören kann, mit
wunderbaren Charakteren einem schönen Rahmen, z.B. im Dschungel. Auch wenn die
Rebellen selbst noch kein wirkliches Ziel haben, bemerkt man etwas in Ferin,
was sie erreichen will, wodurch man ein Ziel, eine Entwicklung hat, die man
gerne verfolgt. Das Ende ist zwar ein wenig überstürzt, doch bekommt Masken von
mir wohl verdiente 5 von 5 P wie Punkten.
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