Sonntag, 21. April 2013

Auracle von Gina Rosati


Auracle

Allgemein:
Ab 14 Jahren
Hardcover mit Umschlag
368 Seiten
ISBN: 978-3-7607-8907-1
16,99 € [D]
Erschienen am 05.02.2013
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Inhalt:
Anna ist 16 Jahre alt und kann, seit sie klein ist, aus ihrem Körper herausgehen, sie kann sich herausprojektieren und so die ganze Welt und den Weltraum bereisen. Was sie auch oft macht, sobald sie irgendwo etwas Interessantes hört, muss sie hin und ihr bester Freund Rei, der das Geheimnis kennt, macht sich immer unglaubliche Sorgen um ihre Sicherheit. Eines Tages ist sie auf dem Weg zurück in ihren Körper, doch etwas ist falsch ...

Ich denke über das Buch:
Schon nachdem ich das erste Mal die Vorschau von Arsedition Imprint, Bloomoon gesehen hatte, wollte ich dieses Buch lesen. Das Cover hat mich sehr angesprochen und der Inhalt klang auch sehr gut, wobei ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, wie genau das funktioniert und was die Autorin aus der Geschichte macht. Ich wurde zwar nicht enttäuscht, doch hätte man mehr aus der Idee machen können.

Das Buch ist von Anna geprägt, sie kommentiert alles und man kennt nur das, was sie sieht, was sie denkt, denn sie ist das Ich. Dadurch, dass sie nicht durch einen Körper eingeschränkt, bekommt sie die meisten wichtigen Begebenheiten mit und es gibt auch ein paar andere Extras. Der Nachteil - aber gleichzeitig auch ein Vorteil, da kommt es drauf an, wie man es sieht- ist, dass man vollkommen von ihr beeinflusst wird und es einem schwerfällt, von ihrer Meinung abzukommen, aber das bedeutet aber natürlich, dass man auch mehr in Annas Situation reinfühlen kann.

Auch hier wird einem erst einmal ein Eindruck von Annas Leben gegeben, was sie macht und wie alles so abläuft. Durch den Klappentext weiß man nur schon, was passieren wird und mir ging es so, dass ich die meiste Anfangszeit darauf gewartet, dass es passiert. Was so viel bedeutet wie: Ich konnte den Anfang leider nicht genießen. Kleiner Hinweis also wartet ab.
Und danach habe ich darauf gewartet, dass es weiter geht, wie es weiter geht, doch man trat ein wenig auf der Stelle und der sich verändernde Schwerpunkt wurde wo anders gesetzt.

Am Schreibstil kann man nicht meckern, wenn man denn nicht ganz einfachen Sprung ins Buch geschafft hat, geht es ohne Probleme weiter. An keinem Moment wird man wieder aus der Geschichte geworfen. Es bleibt etwas, was einen hält.

Die Idee des gestohlenen Körpers ist nicht schlecht, doch wird dies hier leider zu einer Nebensache, weil es noch die Gefühle der Protagonisten gibt. Ich finde man hätte aus dieser Idee, aus diesem Kampf um den Körper noch mehr machen können, es nicht so verschwinden lassen sollen, denn so wirkt es auf mich. Es wird zwar ein wenig verfolgt, aber die Autorin hatte sich noch andere Dinge ausgedacht, die nichts mit dem Seelenwesen zutun hat.

Anna ist eine Person, die in schwierigen Verhältnissen aufwächst und nicht im Mainstream schwimmt, hängt aber mit den heißesten Jungen unbewusst rum, nein, sie hat nicht bemerkt, dass sie plötzlich gut aussehen. Im Buch klingt es nach so etwas, wie einen Schlag ins Gesicht, damit ihr bewusst wird, was sie hat und was sie will. Dadurch fällt ihr dann am laufenden Bande etwas auf.

Rei und Seth, ein Freund und ein Auslöser, wissen schon viel besser, was sie wollen, auch wenn sie es nicht unbedingt bekommen, aber das Bewusstsein ist da und das macht sie mir sympathischer. Währenddessen ich mit Annas Gestaune nicht so viel anfangen kann. Aber natürlich hat auch einer der Jungs ein Aha-Erlebnis.
Der Grund ist Taylor, eine Ziege, die nichts wirklich einsehen kann und auch der Grund für das ganze Dilemma, aber auch der Grund der ganzen Aha-Erlebnisse, die Einsicht der Anderen, ist. Was ihr einen positiven Sinn gibt, nämlich das Aufwühlen der kleinen Gruppe, bestehend aus Anna, Rei und Seth.

Fazit:
Ich hätte mir eine weiter Ausführung der Astral-Reise, den Problem und dem Körper-Kampf gewünscht, etwas auch mehr in der Ebene gespielt hätte und weniger auf der Erde. Ansonsten konnte ich mich auch nicht 100% mit Anna anfreunden, dann schon eher mit Rei. Für die Grundidee und die doch nette Unterhaltung für zwischendurch bekommt Auracle 3,5 von 5 P wie Punkten von mir.


Ein Dank geht an Blogg dein Buch und Bloomoon für das Exemplar.

Kommentare:

  1. Ich empfand Annas Gabe und den gestohlenen Körper auch als sehr nebensächlich. Wobei ich als Anna wirklich zum richtigen Poltergeist geworden wäre, bei dem, was Taylor mit ihr angestellt hat ^.^

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