Sonntag, 7. April 2013

Wo die Nacht beginnt von Debroah Harkness



Allgemein:
Gebunden mit Umschlag
800 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0467-0
19,99 € [D]
Erschienen am 18.3.2013

Inhalt:   Achtung  Spoiler zu Band 1
Diana und Matthew sind ins Jahr 1590 zurückgereist, damit Diana lernen kann, mit ihrer Macht umzugehen. So treffen sie in Woodstock ein, wo Matthew die Old Lodge besitzt. Dort wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert und dies bekommt auch Diana zu spüren, denn sie muss einen fast vollkommen neuen Mann kennenlernen. Schon bald führt sie der Weg nach Frankreich zu Philippe, Matthews in der Zukunft toter Vater. Das beschwört abermals Erinnerung und Veränderungen herauf und lässt die Beziehung von Hexe und Vampir nicht unberührt.

Ich denke über das Buch:
Schon Band 1 konnte mich begeistern und so wartete ich über ein Jahr auf den zweiten Band der Geschichte um die Liebe zwischen Diana und ihrem Mann Matthew. Im ersten Teil haben sich die beiden kennengelernt und sind sich näher gekommen, haben sich Feinde gemacht und sind dann in die Vergangenheit geflüchtete um Ruhe zum Lernen und Finden zu haben.

Teil 2 geht so gut wie nahtlos in das Geschehen über, im ersten Teil verlassen sie gerade die Gegenwart und hier kommen sie in der Vergangenheit an und werden gleich mit Problemen konfrontiert. Auch hier spielen wieder viele Nebensachen, kleine Dinge große Rollen, der Grund weswegen das Buch auch so dick ist, wie ich denke. Dazu kommt, dass der eigentliche Grund für die Reise immer weiter nach hinten rückt, man will etwas über die Magie erfahren, doch Versuche scheitern und der Fokus auf andere Dinge gelenkt.

Wie gehabt wird alle aus Dianas Perspektive geschildert und man bekommt mit, was sie beschäftigt, sie will nämlich eine Frau des 16. Jh. werden und Matthews Vergangenheit verstehen. Doch nachdem diese anfänglichen Schwierigkeiten überwunden sind, kann es für sie losgehen, und zwar nicht nur mit Magie, sondern sie findet auch ihren Weg und kann sich dadurch auch besser an Matthew binden.

Klein Details werden herausgehoben und große werden nicht im entsprechenden Verhältnis behandelt, so bekommt das Buch, vor allem am Anfang gewisse Längen, durch die man sich erst einmal kämpfen muss. Doch schon bald nimmt es fahrt auf und die behandelten Dinge wirken insgesamt wichtiger für das Geschehen und sind nicht mehr ganz so faktenlastig, wie zuvor. Auch hat man mehr mit anderen Personen zu, welche nicht nur beschrieben werden und kommt, durch diese auch besser in dem Buch, in der Zeit an.

Das Buch ist in 6 Teile geteilt, wobei jeder an einem anderen Ort spielt, am Ende jeder dieser Teile, gibt es ein Kapitel, welches in der Gegenwart spielt und wo man etwas erfährt, was sich durch die Aktionen von Diana und Matthew verändert hat. Wodurch man einen kleinen Bezug zur Gegenwart bekommt, doch leider wird dies nicht gekennzeichnet, was zu anfänglichen Verwirrungen führen kann. Die einzelnen Kapitel haben leider keinen wirklichen Bezug zueinander, weswegen man sich am Ende auch fragt: Was genau ist in der Gegenwart passiert? Hoffentlich erfährt man dies in Band 3.

Die Emotionen erleben hier ein auf und ab, auch Bedenken sind mal da und im nächsten Moment fort und manchmal fragt man sich: Wie soll man da durchsteigen? Einmal ist alles gut und im nächsten Moment wird nicht miteinander geredet und missverstanden, bevormundet. Was natürlich auch immer von der Umgebung abhängt, doch auch nicht immer. Das erschwert natürlich auch das Reindenken in das Geschehen. Zum Ende reguliert sich dann auch dies.

Fazit:
Ein Roman voll von geschichtlichen Fakten, die mitunter sehr geschickt oder aber als große Nebensache eingebaut werden. Man sieht nach einer Zeit eine Entwicklung, Fortschritte, durch Enthüllungen von Vergangenheiten. Langatmig und leicht missverstanden beginnt der zweite Teil der Geschichte um Diana und Matthew, doch im Laufe wird es immer interessanter und persönlicher, sodass man immer besser ins Buch kommen kann und gefallen dran findet. Für mich ein leicht holpriger Start in einen gelungenen zweiten Teil, 4 von 5 P wie Punkten.


Ein großer Dank geht an Blanvalet für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Ich fand den zweiten Teil so brillant *.* Für mich gab es auch keine Längen; meinetwegen hätten es doppelt so viele Seiten sein können. Gerade diese Kleinigkeiten lassen alles so real und lebendig erscheinen...

    trotzdem kann ich Deine Kritik nachvollziehen und es freut mich, dass Dich das Buch dennoch überzeugen konnte.

    Lieben Gruß

    Rica

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, überzeugt hat es mich schon, aber der Anlauf war eben nicht ganz so einfach für mich, dass liegt vielleicht auch an meinen sonstigen Lektüren ;)
      LG Bea

      Löschen

Ich freu mich, wie alle, über Kommentare. Lob, Kritik, Fragen, was immer ihr wollt.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...