Samstag, 13. April 2013

Der Weg der gefallenen Sterne von Caragh O’Brien

Allgemein:
ab 14 Jahre
Hardcover mit Umschlag
352 Seiten
ISBN: 978-3-453-26743-5
16,99 € [D]
Erschienen am 1.4.2013



Inhalt:           Achtung Spoiler
Gaia führt nun einen Teil der Menschen von Sylum an, den Teil, der mit ihr durch die Wüste zur Enklave wandert. Nur durch die Hilfe der Unterlagen ihrer Großmutter, kam sie zu der Lösung, weswegen man Sylum nicht verlassen konnte, sondern vorher an einem Schwächeanfall starb. Doch durch die Lösung dieses Problem konnten sie auch vor einem anderen fliehen. Denn Aufgrund des versuchten Wassers am See, an dem Sylum liegt, sind viele Männer nicht zeugungsfähig, eine Katastrophe für eine langsam sterbende Gemeinschaft. So führt Gaia ihre Leute zu Enklave, wo sie eine neue Heimat finden will, doch die Integrierung in die Enklave ist nicht so einfach wie gedacht, denn nicht nur Gaia hat eine offene Rechnung mit dem Herrscher.

Ich denke über das Buch:
Nach Band 1 und 2 will man natürlich wissen, wie es weiter geht, schließlich gibt es auch am Ende von Teil 2 noch viele offene Fragen. So freut man sich auf die Weiterführung der Geschichte und hofft natürlich auf ein Happy End. Doch ist es nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Der Erzähler hat seinen Blick immer auf Gaia gerichtet und erzählt einem sogar von ihren Gedanken. Durch diese Perspektive kann man auch durch einen gewissen Abstand eine Verbindung aufbauen, so wie auch in den ersten beiden Teilen. Auch wenn man nicht direkt durch Gaia ‚erlebt‘, wird man trotzdem von ihrer Meinung über andere Menschen beeinflusst, doch nur ein wenig.

Es gibt in diesem Buch ein Ziel, ein Ziel, was von vorneherein festgelegt ist: Integrierung in die Enklave. Doch der Weg ist, wie angedeutet, nicht wirklich eben. Doch wenn alles klappen würde, alles einfach wär, wäre das Buch ja noch dünner und langweilig. Also gibt es viele Versprechen und Intrigen, die von verschiedenen Gefühlen durchsetzt sind.
Es beginnt mit dem Ende der Reise, wo sie auf einen Bekannten treffen und fängt dann mit den Verhandlungen, die nicht immer ganz fair ablaufen, an. Im Weiteren gibt es ein Hin und Her und Vergangenheit.

Kompromiss kann man in diesem Buch leider nicht wirklich viel finden, der Wille ist bei den Parteien zu stark, dadurch gibt es immer wieder ähnliche Spielchen und Rückfälle, das ist oft enttäuschend. Weil man doch auch eigentlich gerne dieses tolle, perfekte, einfache Ende hätte, aber die Spannung muss natürlich sein. Auch will man, dass es vorangeht und man nicht auf der Stelle steht.
Korrupt, das ist ein Wort, was zu diesem Buch passt und das als gute Unterhaltung, nicht wirklich verstörend wirkt. Doch finde ich manch Reaktionen und Aktion sehr unangenehm.

Wie auch in Die Stadt der verschwundenen Kinder und Das Land der verlorenen Träume beschreibt O’Brien ihre Idee mit schönen Worten. So kommt man auch durch dieses Buch sehr gut durch und genießt es.

Auch in diesem Buch muss Gaia sich weiterverändern, um sich an die Umstände anzupassen, um sie durchzustehen. Durch das Loch zwischen dem Verlassen von Sylum  und dem Ende der Reise wird man schon am Anfang mit einer veränderten Gaia überrascht. An die man sich gewöhnen muss - die Veränderung macht sie nicht weniger sympathisch - sie wächst nur mit ihren Aufgaben.

Für mich wirkt dieser letzte Band, wie ein Abschlussband, es ist zwar nicht so einer, wo alles reingequetscht wurde, es ist eher so, dass da die letzten Fragen beantwortet werden. Man kann das Konzept der Autorin erahnen, wie sie die Inhalte aufgeteilt hat, wie viel O’Brien in ihre Romane schreiben wollte. Ich finde einen letzten Band, als Antworten Band sehr toll, denn es nicht so, als ob viele neue Fragen entstanden, es ist mehr so als wollte man nicht noch mehr zum Nachdenken hinzufügen und Abschließen, das, was man begonnen hat. Es ist ein rund um rundes Ende. Auch wenn man ohne Probleme einen 4. Band mit ran hängen könnte.

Fazit:
Insgesamt ein sehr erhellender letzter Band, wo so gut wie alles aufgeklärt wird. Manche Dinge fand ich zu extrem, zu viel und die Personen oft zu stur, deswegen bekommt der letzte Trilogieband nicht die volle Punktzahl. Von mir 4 von 5 P wie Punkten.

Ein Dank geht an Heyne fliegt für das Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    ich kann deine Kritikpunkte definitiv nachvollziehen. Insgesamt muss man sagen, ist dieser dritte Teil ein passender Abschluss. Aber mehr dann auch nicht...

    LG

    Kay

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