ab 14 Jahre
Hardcover mit Umschlag
352 Seiten
ISBN: 978-3-453-26743-5
16,99 € [D]
Erschienen am 1.4.2013
Inhalt: Achtung Spoiler
Gaia führt nun einen Teil der Menschen von Sylum an, den
Teil, der mit ihr durch die Wüste zur Enklave wandert. Nur durch die Hilfe der
Unterlagen ihrer Großmutter, kam sie zu der Lösung, weswegen man Sylum nicht
verlassen konnte, sondern vorher an einem Schwächeanfall starb. Doch durch die
Lösung dieses Problem konnten sie auch vor einem anderen fliehen. Denn Aufgrund
des versuchten Wassers am See, an dem Sylum liegt, sind viele Männer nicht
zeugungsfähig, eine Katastrophe für eine langsam sterbende Gemeinschaft. So
führt Gaia ihre Leute zu Enklave, wo sie eine neue Heimat finden will, doch die
Integrierung in die Enklave ist nicht so einfach wie gedacht, denn nicht nur
Gaia hat eine offene Rechnung mit dem Herrscher.
Ich denke über das Buch:
Nach Band 1 und 2 will man natürlich wissen, wie es weiter geht, schließlich gibt es auch am Ende von Teil 2 noch viele offene Fragen. So freut man sich auf die Weiterführung der Geschichte und hofft natürlich auf ein Happy End. Doch ist es nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht.
Nach Band 1 und 2 will man natürlich wissen, wie es weiter geht, schließlich gibt es auch am Ende von Teil 2 noch viele offene Fragen. So freut man sich auf die Weiterführung der Geschichte und hofft natürlich auf ein Happy End. Doch ist es nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht.
Der Erzähler hat seinen Blick immer auf Gaia gerichtet
und erzählt einem sogar von ihren Gedanken. Durch diese Perspektive kann man
auch durch einen gewissen Abstand eine Verbindung aufbauen, so wie auch in den
ersten beiden Teilen. Auch wenn man nicht direkt durch Gaia ‚erlebt‘, wird man
trotzdem von ihrer Meinung über andere Menschen beeinflusst, doch nur ein
wenig.
Es gibt in diesem Buch ein Ziel, ein Ziel, was von
vorneherein festgelegt ist: Integrierung in die Enklave. Doch der Weg ist, wie
angedeutet, nicht wirklich eben. Doch wenn alles klappen würde, alles einfach
wär, wäre das Buch ja noch dünner und langweilig. Also gibt es viele
Versprechen und Intrigen, die von verschiedenen Gefühlen durchsetzt sind.
Es beginnt mit dem Ende der Reise, wo sie auf einen
Bekannten treffen und fängt dann mit den Verhandlungen, die nicht immer ganz
fair ablaufen, an. Im Weiteren gibt es ein Hin und Her und Vergangenheit.
Kompromiss kann man in diesem Buch leider nicht wirklich
viel finden, der Wille ist bei den Parteien zu stark, dadurch gibt es immer
wieder ähnliche Spielchen und Rückfälle, das ist oft enttäuschend. Weil man
doch auch eigentlich gerne dieses tolle, perfekte, einfache Ende hätte, aber
die Spannung muss natürlich sein. Auch will man, dass es vorangeht und man
nicht auf der Stelle steht.
Korrupt, das ist ein Wort, was zu diesem Buch passt und
das als gute Unterhaltung, nicht wirklich verstörend wirkt. Doch finde ich
manch Reaktionen und Aktion sehr unangenehm.
Wie auch in Die Stadt der verschwundenen Kinder und Das
Land der verlorenen Träume beschreibt O’Brien ihre Idee mit schönen Worten. So
kommt man auch durch dieses Buch sehr gut durch und genießt es.
Auch in diesem Buch muss Gaia sich weiterverändern, um
sich an die Umstände anzupassen, um sie durchzustehen. Durch das Loch zwischen
dem Verlassen von Sylum und dem Ende der
Reise wird man schon am Anfang mit einer veränderten Gaia überrascht. An die
man sich gewöhnen muss - die Veränderung macht sie nicht weniger sympathisch -
sie wächst nur mit ihren Aufgaben.
Für mich wirkt dieser letzte Band, wie ein Abschlussband,
es ist zwar nicht so einer, wo alles reingequetscht wurde, es ist eher so, dass
da die letzten Fragen beantwortet werden. Man kann das Konzept der Autorin
erahnen, wie sie die Inhalte aufgeteilt hat, wie viel O’Brien in ihre Romane
schreiben wollte. Ich finde einen letzten Band, als Antworten Band sehr toll,
denn es nicht so, als ob viele neue Fragen entstanden, es ist mehr so als
wollte man nicht noch mehr zum Nachdenken hinzufügen und Abschließen, das, was
man begonnen hat. Es ist ein rund um rundes Ende. Auch wenn man ohne Probleme einen
4. Band mit ran hängen könnte.
Fazit:
Insgesamt ein sehr erhellender letzter Band, wo so gut
wie alles aufgeklärt wird. Manche Dinge fand ich zu extrem, zu viel und die
Personen oft zu stur, deswegen bekommt der letzte Trilogieband nicht die volle
Punktzahl. Von mir 4 von 5 P wie Punkten.
Ein Dank geht an Heyne fliegt für das Rezensionsexemplar.
Hallo,
AntwortenLöschenich kann deine Kritikpunkte definitiv nachvollziehen. Insgesamt muss man sagen, ist dieser dritte Teil ein passender Abschluss. Aber mehr dann auch nicht...
LG
Kay