Gebunden mit Schutzumschlag
512 Seiten
ISBN: 978-3-492-70277-5
16,99 € [D]
Erschienen am 12.03.2013
Inhalt:
Nach dem die Partials den Krieg gegen die Menschen
gewonnen hatten und eine Seuche fast die gesamte Menschheit ausgerottet hatte,
hatten sich ein Teil der Immunen auf Long Island verschanzt. Die dort lebenden
Menschen waren zwar immun, doch ihre Babys waren dies nicht und starben schon
nach weniger Zeit nach der Geburt. Kira eine Ärztin in Ausbildung sucht
verzweifelt nach einer Lösung für das Seuchenproblem. Und trotz Unklarheiten
und Rebellionen auf der Insel und einer Ungewissheit auf dem Festland begibt
sich Kira nach Manhattan in Richtung der Partials.
Ich denke über das Buch:
Das ist eins dieser Bücher, durch die ich durch das Cover
aufmerksam wurde, eines, was mich immer noch in Bann schlägt. Nach dem Lesen
des Klappentextes war klar, das willst du lesen und ich muss sagen, bereut habe
ich es kein einziges Mal. Es war mein erstes Buch von Dan Wells, aber er soll
auch eine sehr gute Thrillerserie geschrieben haben über den Killer John
Cleaver, welcher ich mir vielleicht mal ansehen werde.
Das Buch erzählt die Geschichte von Kira und, ihrem
Versuch ihre Gesellschaft zu retten. Es wird aus einer Erzählerperspektive
beschrieben, die wie eine Kamera auf Kira und ihre Umgebung gerichtet ist und
dabei auch ihre Gedanken mit einfängt, und verarbeitet. Der Erzähler, der wie
Kira wirkt, wie ihr Gedachtes erklärt einem die ganze Situation nach und nach.
Sehr viele Details über das Leben, die Gesellschaft auf Long Island werden
besprochen, wodurch man ein recht genaues Bild von dem Umfeld bekommt.
Doch ab einem bestimmten Punkt will man dann nicht mehr
eine halbe Seite Erklärungen und mitunter Wiederholungen, man will sich auf das
Geschehen konzentrieren, denn das Hintergrundwissen hat man ja bereits. Doch
das mindert nicht die Leselust und man liest vergnügt das schöne, mitunter
sogar verschnörkelt Beschriebene. Dan Wells hat einen sehr flüssigen, einfach
und leicht zu folgenden Schreibstil, weswegen man ohne Probleme in das
Geschehen hereinkommt.
Auch Wells fängt mit der Beschreibung des Alltages an,
man lernt erst die Person kennen und versteht dann auch die Entwicklung, die
sie durchmacht. Man sieht, wie sie zu den Ideen kommt, und wird nicht in eine
Geschichte hinein geworfen, in der der Plan bereits steht und man keine Ahnung
hat, was den der direkte Ansporn ist. Dies Unwissenheit umgeht der Autor mit
einem Schritt zurück und mehreren Teilen.
Es fängt mit dem Alltag an, wird zu einer Idee, der
Ausführung und dann kommt ein neuer Aspekt, eine erneute Idee, eine Ausführung,
eine neue Wendung. So sind viele Geschichten aufgebaut, es gibt verschiedene
Stellen, wo dir Spannung besonders hoch ist und dann welche wo man ein wenig
durchatmen kann. Hier wird mit dem Durchatmen einfach noch mal eine andere
Seite der Gesellschaft beleuchtete und auch ein Keim gesät.
Vor allem eine Person scheint eine sehr belehrende
Persönlichkeit zu sein, was mir an viele Stellen unpassend vorkam. Die
Geschichte erzählt von der Idee eines Mädchens, einer Persönlichkeit und was
mit ihr passiert, was sie erfährt, da passen für mich keine Belehrungen wie
z.B. „Jedes Leben hat einen anderen Sinn“. Natürlich ist das gut zu wissen und
so, aber für mich war das einfach ein unpassender Schwerpunkt, aber vielleicht
ergibt er irgendwann Sinn.
Kira ist ein sechzehnjähriges Mädchen, was ein
sogenanntes Seuchenbaby ist, da sie sich nicht an die Zeit vor der Seuche
erinnern kann. Aus diesem Grund wird sie auch nicht wirklich von den
Erwachsenden ernst genommen und nicht unterstütz. Was auch daran liegt, dass
sie bis zu einem bestimmten Grad wirklich keine Ahnung hat, sie das aber nicht
an der Ausführung ihrer Idee hindert. Durch ihre Willenskraft und ihr
Durchhaltevermögen, ihrer Sturheit nicht alles so hinzunehmen, wie es ist, mach
sie einen sympathischen Eindruck.
Ich glaube auch die Idee der Partials, menschlicher
Maschinen, ist realistisch. Sie sehen genauso aus, sind aber Stärker und haben
noch andere praktische Eigenschaften, die ihnen einen Vorteil gegenüber den
Menschen verschaffen. Durch ihre Intelligenz sind sie an die Macht gekommen,
sie haben gesehen, dass sich die Menschen nur gegenseitig kaputtmachen und sie
selbst konnten ihre Fähigkeiten nicht voll ausnutzen.
Auch der recht ausführlich beschriebene Teil über die
Genetik, über Virus, Zellen und Co. war für mich sehr interessant. Der Autor
hat, weil Kira sich damit beschäftigt und das für die Zukunft eine Rolle spielt,
sich wohl eingehend damit beschäftigt und überlegt, was es den alles geben
könnte. Dabei sind sehr interessante Dinge und Ideen entstanden, bei denen ich
mich darüber freue, mehr über sie zu erfahren.
Fazit:
Das Buch, die Geschichte hat mir von vornherein
supergefallen und auch die Gefühle kommen nicht zu kurz - da ist so ein Typ,
und nicht nur einer. – Mit seinem vielleicht sogar weiblichen Schreibstil führt
der Autor einen durch eine interessante Idee. An der Ausführung der Idee habe
ich nur ganz wenig zu meckern, weswegen ich für die Geschichte der
sympathischen Kira 5 von 5 P wie Punkten vergebe.
Ein Dank geht an ivi für das Rezensionsexemplar.
Da hört man ja echt nur Gutes drüber, aber vom Klappentext her spricht es mich ehrlich gesagt kaum an :/ mhm, mal sehen ob ich es lesen werde :)
AntwortenLöschenTolle Rezi! :)
Liebe Grüße
Chrisi
Wenn du irgendwann mal Zeit hast... ;)
Löschen