Taschenbuch
192 Seiten
ISBN: 978-3-499-21664-0
8,99 € [D]
Inhalt:
Mato zieht zu seinen Großeltern aufs Land. Dort wird er
schon bald von Schauermärchen zu einem gefroren Bächlein gezogen. Unter dem Eis
lebt eine Nymphe, die den Schmerz der Wärme kennt.
Marja läuft durch das vereiste Paris, allein an
Silvester. Doch dann wird sie zu einem sonderbaren Zirkus eingeladen, der sehr
ungewöhnlich ist.
Hannah kennt Tom, der im Leuchtturm lebt, schon seit
Jahren und seit kurzem sind sie ein Paar, sie weiß auch was er ist, woher er
stammt, aber sie weiß nicht was er an Silvester vorhat.
Thordis ist von der Dunkelheit fasziniert, in der Nacht rettet
sie Vidar das Leben und danach kümmert er sich um sie. Aber sie weiß nicht wer
sie oder wer er ist.
Ein Mann wartet nun schon länger auf SIE, ein Mädchen was
er noch nicht kennt. Beim basteln seiner Spiele fällt ihm auf das eine
Spielfigur, die preußischblaue.
Lesla ist die Einzige im Dorf, die das Eis nicht wirken
kann, was sie zu einer Verschmähten macht, denn die Eiswirkung ist das
wichtigste in ihrem Dorf. Doch Fynn, den Wanderer scheint ihr Unvermögen nicht
zu stören.
Ich denke über das Buch:
Tanja Heimann (von der ich noch nie etwas davor gelesen
hatte), Lilach Mer (Mir vorher unbekannt), Mechthild Gläser(Wo ich auch noch
nichts gelesen hatte), Gesa Schwarz (Auch ungelesen), Antonia Michaelis (Der
Märchenerzähler ist wunderschön) und Jennifer Benkau (Auch ungelesen) haben
alle eine kleine Geschichte zu dieser Anthologie beigesteuert und eine magische
Liebesgeschichte ist schöner als die andere.
Tanja Heitmann entführt einen in den Bach. Die Geschichte
selbst ist traurig, die Liebe scheint von vornerein zum scheitern verurteilt
sein. Trotzdem macht es Spaß, nach kurzem reinkommen, die Erzählung zu lesen.
Man erfährt viel in den ca. 40 Seiten über Mato und sein Leben, wodurch er
verständlicher und näher bei einem ist.
Lilach Mer erzählt uns von dem schönem Paris und den
Geheimnissen. Diese Geschichte fand ich besonders schön. Vor allem die Stelle
im Zirkus hat mich berührt, auch der Zusammenhang mit der Realität ist in dem
Moment schön gewählt. Was manchmal etwas verwirrend ist, sind die Erinnerungen
der Protagonistin. Der Schreibstil lädt einen zum schnellen weiterlesen ein.
Hannah und Tom von Mechthild machen einen wunderschönen
Eindruck und das Ende kommt teilweise
überraschend. Die Geschichte spielt in einer wunderschönen Landschaft
und zeigt einem die einfache Zweisamkeit. Doch leider kommt man nicht so gut an
die Charaktere heran, sie sind zu sehr „wir“.
Auch ich bin wie viele von Gesa Schwarz Schreibstil
überfordert, man muss bei jedem Satz aufpassen, jeder beschreibt etwas, man
verliert viel von seiner eigenen Fantasie. Das ist schade, denn die Geschichte
hat viel Potential, doch die Ausführlichkeit lässt es einen schwer lesen.
Antonia Michaelis hat sich ganz und ganz auf Traurigkeit
spezialisiert, eine wunderschöne Traurigkeit. Doch leider konnte mich diese
Geschichte nicht so mitreisen wie Der Märchenerzähler, wobei mir die Verbindung
zum Protagonisten gefehlt hat, ich verstehe viele seiner Beweggründe nicht und dadurch gefällt mir die Geschichte auch nicht
mehr so gut.
Jennifer Benkaus Geschichte fand ich mitreißend und überraschend. Mit Lesla konnte ich mich super
identifizieren. Die Liebesgeschichte steht erst am Anfang und man sieht wie sie
wächst und wie Bedingungslos sie ist. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm,
er zeigt einem alles was man braucht und nicht mehr.
Fazit:
Jede Geschichte ist anders und alle sind sie wunderschön
und passen wunderbar in die Winterzeit, in der sie auch spielen. Die
Kurzgeschichten zeigen einem super den Schreibstil des jeweiligen Autors, wodurch
man Idee bekommt, ob man noch weitere Bücher lesen will. Ich werde auf jeden Fall
sobald wie möglich versuchen etwas von Lilach Mer zwischen die Finger zu
bekommen. Von mir 4 von 5 P wie Punkte.
Ich danke rororo für das Rezensionsexemplar
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