Ab 14 Jahren
Hardcover mit Umschlag
576 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2103-6
19,99 € [D]
Erschienen 22.November 2013
Inhalt: Achtung
Spoiler zu Band 1!
Quentin hat den großen Kampf überlebt und lebt nun
friedlich und bequem in Fillory, dem Land der Magie. Doch langsam fängt es an
komische Dinge zu geschehen, erst stirbt der Jagdmeister und dann gibt es noch
viele andere komische Begebenheiten. Um Steuern einzutreiben und aus
Abenteuerlust reist Quentin mit dem Schiff zu den Außeninseln. Was er damit in
Gang setzt, ist ihm nicht bewusst, die ganze Tragweite dieser Entscheidung wird
ihm erst am Schluss bewusst. Mit ihm reist Julia, die nicht über Brakebill zur
Magie gekommen ist, sondern über andere, verschlungene, dunkle Wege.
Ich denke über das Buch:
Das Buch ist über ‚Was liest du?‘ zu mir gekommen,
eigentlich fand ich das Cover nur fantastisch und den Klappentext nicht so
ansprechend, aber der stellt das Buch auch in einem nicht ganz richtigem Licht
dar. Ich wurde mit diesem Buch überrascht, vor allem, weil ich den ersten Teil
nicht kenne. Doch ich glaube ich habe mich auch ohne Vorwissen echt gut
geschlagen.
Was man gleich am Anfang bemerkt ist der
gewöhnungsbedürftige Schreibstil. Es ist nicht gerade einfach gehalten und auch
die Wortwahl, scheint manchmal ein wenig wirr zu sein. So hatte ich auch das
Gefühl, das der Autor die Stile, die Art der Formulierung, vermischt hat,
wodurch es sich noch spezieller angefühlt hat. Nach ein paar Hundert Seiten
hatte ich dann kein Problem mehr mit dem Schreibstil, hatte mich wohl dran
gewöhnt, aber vom Durchfliegen war es noch weit entfernt.
Auch hatte ich das Gefühle, dass die Geschichte nicht in
die Pötte gekommen ist, weil es bis über die Mitte nur unnötiges hin und her Gerenne
gegeben hat, was an dem Punkt der Geschichte noch nicht nachvollziehbar war.
Ich kann aber versichern, der Autor HAT seinen roten Faden, nur alle anderen
nicht. Auch erwartet man ja auch den Inhalt des Klappentext, wo es um die
Schlüssel geht, doch lange wird es nicht angesprochen, auch wenn alles damit
zusammengehangen hat, im Endeffekt.
Was ich mich lange gefragt habe, war: Es gibt soo viel
Handlung, aber worum geht es wirklich, wo IST der rote Faden und wie
beeinflusst die ganze Handlung die Charaktere? Der erste Teil wird, wie geschrieben
beantwortet, der Letzte bleibt eher unbeantwortet.
Man kann dem Autor nicht nehmen, dass er überrascht, denn
das tut er, am laufenden Bande und selten geht es so weiter, wie man es selbst
erwartet. Das hat natürlich eine gute Seite, aber es kann einen auch sehr verwirren,
weil es dadurch immer abstrakter wird.
So finde ich das Ende auch überraschend und mit diesem Ende kann auch sehr viel übermittelt werden.
So finde ich das Ende auch überraschend und mit diesem Ende kann auch sehr viel übermittelt werden.
Was schade ist, weil es dem Autor nicht gelungen ist,
ist, dass trotz der ‚Ich‘-Perspektive, die Gefühle der Protagonisten nicht
genug, für mein Gefühl, beschrieben werden. Er belässt es meistens auf
Beschreibungen der Umwelt und kleine Gedanken dazu, aber eine wirkliche
Reaktion bekommt man eher selten zu lesen. Das ist sehr schade, weil man sich
dadurch auch nicht so gut mit den Charakteren verbinden kann, weil die
Verbindungsgefühle fehlen. Man weiß zwar gewisse Dinge, aber die reichen nicht
aus. Denn ansonsten wird man sehr von den öfters komplett verschiedenen
Aussagen der Personen, besonders Quentin, verwirrt.
Neben Quentin als Protagonisten hat man Julia, die Verstörte,
über deren Vergangenheit man nach und nach aufgeklärt wird. Man erfährt, was
sie in der Zeit des ersten Bandes getrieben hat. Viele ihrer Geheimnisse werden
offenbart, aber viele auch übersprungen. Doch sie lernt man, als nur 2.
Band-Leserin, wesentlich besser kennen als Quentin, doch auch hier bleiben
Lücken.
Fazit:
Ein Buch, das mich überrascht hat, da ich erst etwas viel
Kindlicheres erwartet hatte und deswegen für mich ungeeignet abgestempelt
hatte. Dementsprechend waren auch meine Erwartungen nicht so hoch und ich kann
nur an dem ungewöhnlichen Schreibstil und der Handlungsdichte Kritik ausüben. Ich
erinnere an: „Wo ist den der verdammte rote Faden“? Die Ideen waren gut, doch
es war einfach sehr viel, was man als Leser erfassen muss und manchmal war es
auch nicht gut ausgeführt. Ich vergebe Gute 2,5 P wie Punkte (gute 2,5 heißt
fast 3).
Danke an FJB und Was liest du?.
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